> Mündige BürgerInnen kann es nur geben, wenn Kinder
und KinderInnen!
> dazu erzogen
> werden. Genau das ist aber nicht der Fall. Realitätsfernes
> Auswendiglernen in den Schulen,
Meine Güte! Auf welche Klosterschule hat man Dich geschickt? Pisa hat
doch gezeigt, daß nicht genug, bzw. zu spät auswendig gelernt wird.
Wir konnten uns vor gesellschaftskritischen Diskussionen kaum retten.
Eine Anleitung zum Auswendiglernen haben wir dagegen nie bekommen.
> Bestrafung von eigenständigem Denken dort
Das ist doch pauschalisiert. Es gibt genug Schüler, die zum
eigenständigen Denken gar keine Lust haben (ist kein Vorwurf!). Ich
denke, die “Denkhaltung” wird nicht in der Schule sondern zu Hause
und von Freunden vermittelt.
> und später auch in der Ausbildung
kommt wirklich stark auf Betrieb und Meister an
> Es ist aber gar nicht erwünscht, Kinder zu kritischen,
> (nach-)denkenden Menschen zu erziehen, denn wir sollen ja alle brave
> KonsumentInnen werden …
Halte ich für eine Verschwörungstheorie. Ich fürchte, es ist viel
schlimmer. Keiner weiß, wie man es macht. Und den meisten ist es
einfach egal. Außerdem kostet das Geld. Bei Klassenstärken von 30
Schülern wird diese Aufgabe auch nicht unbedingt einfacher.
> Diejenigen unter uns, die es wagen, “anders” zu sein, sind dagegen
> schnell die Außenseiter. Konsumboykotteure! Querdenker! … und ab in
> die Schublade zum “langhaarigen, ungepflegten Pack”, am besten zu den
> Terroristen.
Und? Hat es Joschka geschadet? Oder Gottschalk? Oder Einstein? Wieso
ist Dir die öffentliche Meinung so wichtig, wenn Du doch ein
Querdenker bist? Schlummert in Dir doch der Wunsch nach Anerkennung
von der breiten “Konsumenten”-Masse?
Klaus
geldch fände ein solches Angebot gut, wenn ich mir die gesamte Zeitung
> eines Tages aus dem Netz laden könnte und diese dann auf einem PDA
> dann in der Bahn lesen könnte. Das wäre dann für mich auch ein Grund
> einen PDA zu kaufen. Außerdem könnte dieses Model, den derzeitigen
> Vertrieb für Zeitungen verbessern. Sie müßte nicht mehr gedruckt und
> ausgeliefert werden. Allerdings sollte, sie dann auch ein wenig
> billiger sein, als die gedruckte Version.
>
> Farnsworth
Hi,
dann probier’ doch mal AvantGO unter www.avantgo.com. Es gibt
mittlerweile ganz guten Content, auch sehr viel deutsches, dafür.
Der AvantGo-Client läuft bei mir über HotSync, aktualisiert alle
Seiten in passabler Zeit. Ich nutze z.B. Tageschau mobil, Spiegel
Online, NY Times, Computerwoche… Leider hat Heise seinen Betrieb
dort vor längerer Zeit eingestellt
Das System bietet Dir zusätzlich die Möglichkeit, neben den
vorformatierten Channels der Anbieter Deine eigenen Channels
einzubinden. Das funktioniert z.B. mit Slashdot ganz vernünftig.
Weiterhin gibt es ein breites Angebot an Wireless-Kanälen. Diese
bestehen aus lokal gespeicherten Formularen mit denen man sich mit
geringer PDA-Onlinezeit ganz vernünftige Sachen runterladen kann,
z.B. Landkarten etc.
Natürlich kann man auch den ganzen Content via Mobil updaten, die
Zeit/Kosten sind dabei aber nicht mehr feierlich (bei ca. 500
einzelnen Seiten bei mir)
Aber zur Not kann ich das Fernsehprogramm (TV-Movie) auch von
unterwegs mal eben für den aktuellen Tag abrufen (wenns mit dem
Nachhausekommen mal wieder schwer ward…
regards,
jez
> Diese “einseitige Änderung des Geldsystems” wäre nichts anderes als
> die Wiederherstellung des Status -eigene-website-optimal-bekannt-machen-teil1/”>von vor 2 Jahren. Damals existierten
> unterschiedliche Währungen und es funktionierte. Und in Deutschland
> versuchte nicht jeder Italiener mit Lire zu zahlen, oder?
Ich schrieb “Geldsystem”, nicht “Währung”.
> Der Markt sorgt dann dafür, daß diese Produkte im Inland hergestellt
> werden. Das kann einer Wirtschaft und den darin lebenden Menschen nur
> lieb sein!!
Nein, das kann es nicht. Internationale Arbeitsteilung hat mehr
Vorteile als eine Abschottung, wie wir immer wieder sehen konnten.
Allen Ländern, die gezwungenermassen unverhältnismäßig auf
Eigenproduktion angewiesen sind oder waren, geht oder ging es
ziemlich dreckig.
> Wenn nein, stellt sich die Frage, wo die Grenze ist, die das Beben
> auslöst. Und ob man diese Grenze überhaupt erreichen muß.
Du zitierst sozusagen das Paradoxon von Zenon. Achilles ist aber doch
schneller als die Schildkröte.
http://www-users.rwth-aachen.de/gunter.heim/HTMLarchiv/011101.htm
Wo die Grenze genau ist, kann man nur im Praxisversuch ermitteln. Und
daran hapert es in der Volkswirtschaft etwas.
> Geld wandert, natürlich. Aber Geld vermehrt sich NIE!
Möp - jetzt wissen wir, was Du nach Keynes lesen solltest.
“Einführung in die Geldtheorie”.
> Was sich eventuell vergrößert, sind Geldvermögen - auf dem Papier in
> Form von Buchgeld. Aber: Der Saldo dieser Vermögen mit den Schulden
> ist immer NULL. Jedem Euro Vermögen steht genau ein Euro Schulden
> gegenüber (woher kämen sonst die Zinsen?). Wenn sich die Vermögen
> vergrößern, müssen sich somit auch die Schulden vergrößern. Oder auf
> Deutsch: Eine Umverteilung von Schuldnern zu Gläubern, von
> Habenichtsen zu Habenden, von Arm zu Reich.
Wieso sollte jeder Euro irgendwem geschuldet werden? Und woher soll
der Nullsaldo kommen? Du vermischst Geld- und Bilanzierungsregeln
oder den Goldstandard oder was auch immer. Du meinst vielleicht, dass
alle Positionen auf dem Kapitalmarkt in gewisser Weise Schulden sind.
Das ist vielleicht richtig. Aber der Kapitalmarkt ist eben nicht die
gesamte Volkswirtschaft.
> Die Aufbewahrung wird nicht gänzlich blockiert. Sie wird erschwert!
Ob erschwert oder blockiert - die Geldfunktionen sind beeinträchtigt.
> Wertaufbewahrungsmittel oder Tauschmittel.
Heutiges Geld ist beides. Du magst mit der Hälfte zufrieden sein.
> Aber ist es nicht seltsam, daß unser heutiges Geld
> angeblich gleichzeitig beide Funktionen hat?
Nein, tut es nicht. Es ist schlicht Realität.
> Deshalb istes durchaus denkbar, daß Wirtschaftskrisen dadurch
> ausgelöst werden, daß Geld vermehrt als Wertaufbewahrungsmittel
> anstatt als Tauschmittel genutzt wird.
Wenn Du Geld in den Sparstrumpf tust, verliert es nicht den Status
als Tauschmittel (falls es dann nicht stinkt, aber pecunia non olet).
geld > Blödsinn.
> > Es geht _immer_ nur um Geld und Macht und dabei ist es herzlich egal
> > ob Du in China bist, in Russland, in Deutschland, den USA oder
> > meinetwegen im Kongo.
>
> Tja, das ist eine Realität, mit der man sich arrangiert (bzw. für
> sich ausnutzt) oder untergeht … oder man sucht sich ein stilles
> Plätzchen, wo man nach seinen eigenen Regeln leben kann, was aber
> ohne eine gewisse Startinvestition ziemlich aussichtslos ist und man
> damit wieder am Ausgangspunkt ist. Ich sage nicht, dass ich das gut
> heiße, aber es ist die derzeit vorherrschende Realität.
Schön, dass Du es also so siehst wie ich.
Es ist vorherrschende Realität. So ist es nunmal. Man geht mit ihr,
geht aus dem Weg oder bekämpft sie, das sind die Möglichkeiten.
> > > Natürlich sind Pharmafirmen keine Wohltätigkeitsorganisationen.
> > > Natürlich wollen die Jungs mit ihren Produkten eine Menge Geld
> > > verdienen. Das müssen sie aber auch, denn die Entwicklung eines neuen
> > > Wirkstoffs kann leicht in einen dreistelligen Millionenbetrag gehen.
> > >
> > > Das ist unter anderem auch einer der wichtigsten Gründe für die
> > > zahlreichen Fusionen im Pharmabereich: Die einzelnen Hersteller
> > > konnten die Entwicklungskosten für neue Wirkstoffe nicht mehr selbst
> > > tragen.
> >
> > Rate mal warum.
>
> Warum liegt auf der Hand: Migräne- oder Krebsforschung ist ein wenig
> aufwändiger als Hustensaft zu entwickeln.
Ich hätte eher auf die Patente getippt. Die Pharmaindustrie ist
regelrecht damit zugepflastert. Im übrigen wird das auch mit der IT
passieren, wenn “wir” die tun lassen.
geldeld erwirtschaften könnte der junge Gitarrist etwa, indem er von
> seinem BAFÖG oder seiner Arbeitslosenhilfe einen Teil dadurch spart,
> indem er mal kocht, statt den Pizzaservice anzurufen und dann dieses
> ersparte Geld als Bürgergeld verteilt für Leute, denen es schlechter
> geht.
> Das Argument, das er dagegen aufbringt, die Miethöhe, ist
> Schwachsinn, denn die Mieten in armen Ländern sind auch oft sehr
> hoch, teilweise sind sogar die Lebenshaltungskosten vergleichbar.
> Aber das geht ja alles zu sehr ins Detaill. Da nennt man sich doch
> lieber Künstler, obwohl gerade Kunst von der Sorgfalt lebt.
>
> Klaus Heck
geldber bestimmt nicht die Netzzeitung.
>
> Ich habe mir gestern mal exemplarisch einige Berichte zu “schmutzigen
> Bomben” und Schutz davor in Deutschland durchgelesen. Fazit: Alles
> Mist. Der selbe panikverbreitende schlecht recherchierte Quatsch wie
> in den meisten “Printmedien” oder Fernsehen. Kann sein, dass die in
> anderen Gebieten kompetenter sind, aber für mich ist das nix.
>
> Brain
…siehst du, das ist es, was ich meinte mit “qualitativ” und
“ähnliches Niveau” von Onlineangeboten gegenüber Printangeboten:
Was ist wirklich besser?
Wo zielt die Übung hin?
WENN ich mir mal eine gute, bundesdeutsche Tageszeitung kaufe (ja, es
gibt ein paar *g*), dann genieße ich das und nehme mir die Zeit, sie
komplett und kritisch durchzulesen.
Erst, WENN das auch auf eine Onlinezeitung zuträfe, WÜRDE ich sie
alsbald (zumindest monateweise) abonnieren.
Das muß eben noch “gelernt” werden, wie man die Schnelligkeit des
Netzes nicht für “Panikmache”, “Weblegenden” (a la van Helsing) und
ähnlichen Schmuh vergeudet, sondern ECHTE journalistische Arbeit
BEZAHLBAR in
geld man sich nicht fragen, warum die BRD für selbstverantwortlich
Menschen, die sich im Ausland freiwillig in Gefahr begeben,
finanziell mit hohen Summen eintritt, diese Steuermittel aber im
Inland z.B. nicht für Gewaltopfer, private Insolvenzen und andere
Notfälle im Inland bereit stehen?
Ist eine Muslima, die freiwillig im Ausland lebt, schutzbedürftiger
als Menschen, die es hier aushalten? Müssen wir uns hier vielleicht
erst einmal alle gegenseitig oder jeder sich selbst entführen? Wenn
überhaupt jmd. bezahlt, dann wohl doch der jeweilige Auftraggeber für
die mildtätigen Leistungen der Helfer.
Die Frage ist übrigens nicht neu. War da nicht vor ein paar Jahren
ein Pädagogenehepaar, das unbedingt auf Kodo im Rebellengebiet Urlaub
machen mußte?
Ich denke, die Frage sollte erlaubt sein, wofür das Land die Steuern
seiner Bürger ausgibt (ich weiß allerdings, da gibt es noch ganz
andere Summen); mschen wir uns aber nicht was vor, wenn wir denken,
es ging um Frau Osthoff? Eigentlich wurden doch PR-Gelder für
Merkel
> nicht zu vergessen, und von politikseite nie erwähnt, dass es
> natürlich nicht ganz billig ist ein land mit 20 milionen einwohnern
> und deren arbeitslosen und sozialhilfe, renten und sonstigen
> krankenkassenleistungen zu zahlen….
> man will ja keine wähler verlieren…
du redest nur vom Geld des Staates. Aber das ist ja dann auch nicht
weg, wenn er es den Arbeitslosen gibt, denn die konsumieren ja für
dieses Geld und das ist gut für die Wirtschaft und damit wieder für
die Steuern. Stell dir vor der Staat würde kein Geld für die
Arbeitslosen ausgeben, wie dreckig es erst dann der Wirtschaft gehen
würde, wenn diese als Konsumenten alle wegfallen!
Was die anderen Leistungen betrifft gilt das gleiche: Geld ist nie
weg, es hat nur jemand anders - und konsumiert normalerweise dafür,
also kurbelt die wirtschaft an.
> nicht dass die leute was dafür können, aber ich finde es komisch ,
> dass der kostenfaktor ddr und wiedervereinigung nie erwähnt wird.
Tja, irgendwelche profilierungssüchtigen Politiker mußten das ganze
ja auch schnellschnell durchziehen, um sich ihr Bild im
Geschichtsbuch zu sichern…
Aber abgesehen davon: Hätte der Osten nicht als neuer Markt für den
Westen nach der Wende dienen können, dann wäre die Krise, die wir
jetzt haben, schon vor 10 Jahren gekommen. Die Situation war nämlich
dieselbe, nur etwas kleiner.
> von der treuhand und den verschwundenen gelder ganz zu schweigen
Auch hier: Geld ist nie weg! Wer hat es denn bekommen, das von der
Treuhand? Da wurden doch Gelder ausgegeben, um Firmen auszuschlachten
und sie dann verlustbringend an “Investoren” aus der BRD zu verkauft.
Und die 2 Billionen, die wir letztes Jahr erwirtschaftet haben sind
nicht wenig (und vor allem: es ist mehr als jemals zuvor!), trotzdem
müssen wir uns mit weniger Lebensstandard zufrieden geben. Wie paßt
denn das zusammen?
RetRo