Geld ist Macht - Es geht noch (p)rüder - September 22, 2008 -
href=”http://www.ulm-news.de/?p=4315″>geldibt es
> Demokratie überhaupt noch in den U.S.A.? Regiert dort nicht schon
> längst die Monetokratie?
Jo, das System nennt sich Plutokratie und es ist nicht wirklich neu.
Man muss nur einmal den US-Präsidentschaftswahlkampf betrachten. Ein
wesentliches Element dieser ausgesprochen teueren Veranstaltung ist
das Privatvermögen des Kandidaten sowie das Sammeln von Spenden. Geld
ist die unabdingbare Voraussetzung, um genügend Aufmerksamkeit zu
produzieren und sich so von der Masse der Mitbewerber abzuheben. Es
kommt also nicht auf die politische Qualifikation eines Kandidaten
an, sondern auf die Cleverness im Auftreiben von Geld. Wählbar ist
nur, wer auch reich genug ist. Wer nicht ganz so reich ist, kann sein
Vermögen wie ein Aktionär einsetzen. Einfach indem er eine Großspende
seinem Favoriten (der, den er für den Gewinner hält. Nicht unbedingt
der, der seinen Ansichten entspricht) zukommen lässt und dafür mit
dem späteren Wohlwollen des so Geförderten rechnen darf.
Aber wie gesagt: Das ist nicht neu. Schau Dir einfach mal an, wie
römische Senatoren ihre Wahl vorbereitet haben. Auch in Deutschland
läuft das nicht wesentlich anders. Die stärkere Parteieinfixierung
verschleiert das nur ein bisschen. Allerdings muss man den USA
zugestehen, dass sie dieses Verfahren weiter perfektioniert haben als
jede andere Plutokratie.
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