Wunsch Geld

Geld und Waffen - Jenseits der Kontrolle

Hallo TvS,
Recht haben Sie. Aber man muss hier doch zwei Dinge auseinanderhalten.
Die Projekte der Bundeswehr sind im Bereich der Biowaffenforschung klar
defensiv orientiert. Natürlich spricht die Tatsache für sich,
dass der Grad der Geheimhaltung derart hoch ist, beunruhigen tut mich
DAS aber nicht nur bei der Biowaffenforschung.
Der Bericht des Sunshine-Project weist in dem Zusammenhang deutlich -
und schon in der Einleitung - darauf hin, dass die im Vergleich zum
Gesamthaushalt des Bundesministeriums für Verteidigung
überproportionale Steigerung des Unteretats für die
Erforschung biologischer Kampfstoffe auch in Stellungnahmen der
Bundeswehr höchstselbst offen mit der neuen Orientierung
“unserer Streitkräfte” auf out-of-area-, also
Auslandseinsätze im Zusammenhang zu bringen ist.
Hier liegt die militaristische Gefahr. Der Bundeswehr aber
Offensivforschung zu unterstellen käme der Auffassung der
Lafontaine-Attentäterin nahe, die vermutete, die Bundesregierung
lasse Sklaven in unterirdischen Fabriken für sich arbeiten.
Auf einer anderen Karte steht der Umgang mit dem Wissen in der privaten
Industrie. Der im Text zitierte Bericht nennt verschiedene private
Forschungsinstitutionen, die mit der Materie befasst sind. Ich bin
Realist genug, zu vermuten, dass sie ihre Forschungsergebnisse an den
Meistbietenden verkaufen und ethische Bedenken dabei nur eine marginale
Rolle spielen.
Ob die Konsequenzen verheerender wären, wenn die
“Forschungsergebnisse” von Saddam Hussein oder Rudolf
Scharping meistbietend ersteigert werden möchte ich zur Diskussion
stellen ;) In diesem Sinne
Harald Neuber

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