geldmal nebenbei: der Zeilen-Umbruch von deinem Browser ist
> fürchterlich)
Das Problem scheint aus der Kombination der Quoting-Engine des
Heiseforums und meinem Browser, bzw. meiner Intention, das zerrupfte
Quoting wieder geradezurücken, zu bestehen - während jedoch das
Textfeld auf der “Beitrag verfassen”-Seite eine größere Zeilenlänge
als die Forendarstellung besitzt, wodurch leider manche Worte
immernoch umgebrochen werden. Wenn ich das Quoting nicht manuell zu
korrigieren versuche, sieht es noch schlimmer aus.
>>> Ach weisst, du wenn man dich noch über solche Dinge aufklären
muss,
>>> ist mir daß Gespräch eigentlich zu mühsam .. es gibt ca. 30 Mio.
>> Entschuldige, dass ich nur ein “Otto-Normal-Verbraucher” bin -
welche
>> zu informieren aus guten Gründen der kapitalistischen
>> Verschleierungstaktik widerspricht,
> Ach, da wird also der unglaubliche Anspruch an dich (und jeden
> selbstverantwortlichen Bürger) gestellt, daß DU dich gefälligst
> selbst, von dir aus, zu informieren hast, statt kritiklos auf
> “Information” von aussen zu warten?
Ja, und dazu, sich zu informieren, gehört nunmal auch selber zu
denken anstatt unhinterfragt zu übernehmen. In diesem Prozess bildet
man sich eine eigene Meinung, anstatt einer die man von wo anders
übernommen hat.
>> würde es doch die “Ausbeutung”
>> des “Humankapitals” verhindern.
>> Aber ich verrat Dir mal ein Geheimnis: Menschen sind kein
>> Humankapital, sondern Menschen. Deren Wert lässt sich nicht in
Geld
>> ausdrücken (außer vielleicht mit der auf die Seite gedrehten Acht,
>> dem Unendlich-Zeichen).
> Menschen sind beides: Sie sind Menschen, aber sie sind als solche
> eben auch wirtschaftliche Subjekte. Das eine schliesst das andere
> nicht aus. Und während der Wert des menschen als Mensch tatsächlich
> nicht bezifferbar ist, kann man seinen wirtschaftlichen “Wert” sehr
> wohl benennen und quantifizieren.
> Von daher betrachtest du einfach nur eindimensional.
Das Problem hierbei besteht darin, dass die “wirtschaft” ein nicht zu
allen Eigenschaften der Menschen passendes Werte-System auf die
anzulegen versucht, damit ist der wirtschaftliche Wert eines Menschen
nie ein angemessener. Ein Vergleich wäre z.B.: Ein Diamantring in
einer kleinen Plastikbox. Der Wirtschaftliche Wert des Menschen wäre
dann der Wert der Plastikbox, der eigentliche Wert des Diamantringes
würde nicht erkannt werden.
>>> Arbeistverhältnisse, bei 80 Mio. Deutschen … der Rest sind
>>> Selbstständige, Rentner, Bezieher von steuerfinanzierten
Leistungen,
>>> Unternehmer, “Kapitalisten”(Rentiers), Beamte, etc. …
>> Also wenn Du die Gruppe der Selbständigen, Unternehmer und Beamten
>> einmal mit hinzuzählst, die ja letztlich ebenso am Gängelband
ihrer
>> Finanzlage hängen wie die “Arbeitnehmer”, sieht die Zahl bestimmt
>> anders aus.
> Was soll jetzt dieses blödsinnige “Gängelband ihrer Finanzlage”? - Es
> ging um die Zahl der abhängig angestellten Arbeitnehmer, und das von
> mir aufgezeigte Verhältnis stimmte.
Ja, aber diese Entgegnung Deinerseits war als Antwort auf den
Melkkuh-Vergleich des Großteiles der Bevölkerung meinerseits gedacht
- und diese Gruppen, die ich als “am Gängelband ihrer Finanzlage”
bezeichne, sind nunmal ebenfalls in dieses Melkkuh-System
eingebunden, wenn auch nicht so linear und direkt erkennbar wie bei
einfachen Arbeitnehmern oder Beamten. Aber auch die
Wirtschaftshandlungen Selbständiger und sogar der Unternehmer tragen
dazu bei, dass sich die Verteilung des finanziellen Reichtums in die
eine Richtung bewegt (dieser sich also einseitig innerhalb einer
minimalen Bevölkerungsschicht akkumuliert). Diesbezüglich ist Dein
Argument mit der Verteilung des Reichtums aller Millionäre und
Milliardäre bzw. Milliardenschwerer Konzerne/Banken Deutschlands auf
alle Bürger Deutschlands ab dem Moment nicht mehr haltbar, wo man es
auf einer Globalen Ebene betrachtet, denn wenn Menschen in
Entwicklungsländern (also der untersten Schicht der globalen
Gesellschaft) diese “wenigen tausend Euro” hätten, die dann
wahrscheinlich noch für jeden übrig blieben, könnten sie sich ein
Leben ohne Armut ermöglichen.
> […]
> > > 2. Der Preis der Ware IST der Warenwert, es gibt da keinen Unterschied.
> > Der “Warenwert” ist doch eigentlich der subjektive Gebrauchs-Wert,
> > den man einer Ware zuspricht, wenn man sie zu kaufen begehrt.
> Da dieser “Wert” eben wirklich absolut subjektiv ist, und je nach
> Person, Zeit, Lage zwischen “da bezahl ich nix für” und “geb ich mein
> Leben für” zwischen 0 und 100% beliebig, eben subjektiv variabel ist,
> wäre es sinnlos und gar nicht möglich, ihn als Größe in einer
> Wirtschaftstheorie zu verwenden.
Nicht in einer klassisch-kapitalistischen Wirtschaftstheorie, das ist
klar. Aber in anderen Gegenden der Welt gibt es z.B. “Handel” noch
der wörtlichen Bedeutung entsprechend: Man handelt einen Preis aus,
der für beide Seiten akzeptabel ist.
Des weiteren ist es ein grundlegender Designfehler eines jeden
wirtschaftlichen Systems, irgendwelche Werte absolut zu bestimmen,
denn derjenige der einen Wert absolut bestimmt, tut dies ebenfalls
subjektiv, also alles andere als für Alle angemessen.
>>> Wenn ich jetzt auch noch gegen altmarxistische Ideologei
>>> anschreiben muss, reichts wirklich.
>> Wenn Du keine Argumente hast, dann diffamierst Du die
Gegenargumente
>> Deiner Gesprächspartner generell als “ideologisch motiviert”.
> Trifft nicht zu. Argumente bringe ich nun wirklich genug, und der
Alle widerlegbar.
> Unfug mit dem “tatsächlichen Warenwert” kommt nun mal orginal aus der
> marxistsichen Mottenkiste.
Was soll denn das jetzt wieder mit der Mottenkiste? Nur weil die
bisherigen Versuche, ein solches System zu etablieren nicht auf
Rechtschaffenheit, Fairness und Ehrlichkeit basierten, sondern
ebenfalls auf Unterdrückung des Großteils der Gesellschaft durch eine
relativ kleine Elite die sämtliche Macht auf sich konzentriert
(diesbezüglich waren die ganzen kommunistischen/sozialistischen
Systeme nie anders, als der Kapitalismus!), heißt es doch noch lange
nicht, dass alle Elemente aus diesen Gedankenmodellen gleich
vollkommen dysfunktional abgestempelt werden müssen? (Nagut, außer
man möchte unbedingt den Status Quo d.h. die Ausbeutung von mind. 98%
der Bevölkerung durch max. 2% der Bevölkerung, erhalten. Aber wenn
man es nicht ehrlich meint sondern bloß selbst Macht oder Reichtum
will, kann sich ein Versuch zur Systemveränderung auch immer nur
verschlimmernd, niemals verbessernd auswirken.)
>>> … da die Mehrheit des Volkes dabei absolut immer noch mehr
Güter
>>> hat, als in jedem anderen Wirtschaftsystem, sollte man damit
leben
>>> können.
>> Sorry, aber das ist so nicht richtig. Die Mehrheit des Volkes hat
>> dabei vielleicht absolut immer noch mehr Güter als in jedem von
Dir
>> vorstellbaren Wirtschaftssystem,
> Ich sprach nicht von einem System, was “von mir vorstellbar” wäre,
> sondern von den Systemen, die real existieren oder existiert haben!
Keines davon war bisher einer fortschrittlichen Menschengesellschaft
angemessen, dafür waren sie alle immer zu sehr gewaltbasiert,
inklusive dem Kapitalismus der die subtilste Gewaltform des Geldes
als Bedingung zur materiellen Existenz anwendet.
> “Vorstellen” können wir uns alle viel … .
Anscheinend aber nicht durchführen, oder weshalb sind die Misstände
überall immernoch so stark?
>> aber *ich* kann mir eine Wirtschaft
>> vorstellen, die auf Fairness, Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit
>> basiert, anstatt auf dem härtestmöglich bandagierten
Zerstörungskampf
>> gegeneinander.
> Mit so “Vorstellungen” fängt es an … auch der Weg zu Stalin