Wunsch Geld

Mysterium Geld - Waffen und Gold

>
> > die EZB hat in letzten Tagen _KEIN_ Geld in den Geldmarkt gepumpt.
> > Vielmehr hat sie ca. 4% der genannter Summe dem Markt _ABGEZOGEN_!
>
> Warum sollte die EZB dies tun wollen??
Weil es eine zentrale Aufgabe der EZB ist, sich um ausreichende Menge
des Geldes auf dem Finanzmarkt zu sorgen, damit wirtschaftliche
Aktivitäten im EU-Raum mangels des Geldes nicht gestört werden.
Allerdings hat sie auch andere Aufgaben, wie z.B. sich um Stabilität
der Währung zu sorgen.
> Gerade in einer Situation, wo die Banken in Liquiditätsklemme sind,
> soll sie die Geldmenge zusätzlich reduzieren?
Nein, das soll sie nicht, das war nur ein Nebeneffekt der Aktion
gewesen. Allerdings war die abgezogene Summe etwas kleiner, als ich
hier oben angab - war mein Fehler. 4% p.a. (!) ist gar nicht so große
Summe nach paar Tagen.
> Was soll hier der Sinn
> der Sache sein? Damit die Kreditkrise, die ausschließlich durch die
> überschüssige Liquidität entstand und bis vor Kurzem gedieh, weiter
> läuft?
>
Nur um die angespannte Lage zu beruhigen. Die s.g. Leistungsträger
haben sich dermaßen an riskanten Monopolyspielen verzockt, dass die
Banken selber in Zahlungschwierigkeiten geraten sind.
> > Das Geld wäre nur dann dem Markt zugefügt gewesen, wenn die
> > Kreditnehmer doch pleite gehen würden und die Kreditsumme mit ca. 4%
> > Zinsen nicht zurückgezahlt hätten. Das war aber mW nicht der Fall
> > gewesen - alle Schnelltender _SIND_ bereits samt 4% Zins
> > zurückgezahlt.
>
> Ich frage mich: wenn die Banken nach einem schnellen Eingreifen der
> EZB gerufen haben, dann doch dazu, damit diese ihnen unter die Arme
> greift und sie mit Liquidität versorgt, oder?
Genau das hat sie auch getan. Die EZB ist die Institution, welche die
Geschäftsbanken mit dem Geld beleiht. Nicht umsonst, wohl gemerkt -
Stichwort Leitzins.
> Und wenn die Geschäftsbanken alle Schnelltender nach ein Paar Tagen
> samt Zinsen zurückgezahlt haben sollen, …
Offensichtlich sind hier zunächst mal kurzfristige
Zahlungsschwierigkeiten aufgetreten. Eigentlich (fast) nichts
außergewöhnliches:
www.bundesbank.de/download/presse/publikationen/REFD.pdf
> woher haben die dann die für
> die Rückzahlung notwendige Liquidität genommen, wo diese doch so
> knapp wurde??
>
Die Banken halten das geliehene Geld auch nicht unter dem Kissen bzw.
in ihren Tresoren.
> Ich verstehe die Sache so: Durch die Ausfälle vieler Hedgefonds und
> anderer “Investoren” haben Geschäftsbanken massive Probleme bekommen,
> weil ihre Forderungen nicht mehr abgesichert waren.
Nein, die mit _massiven_ Problemen haben bereits Gläubigerschutz
beantragt. Im Grunde können sie wie jedes Unternehmen auch Pleite
gehen. Paar kleinere sind m.W. schon umgekippt.
> Um die Verluste zu lindern, haben sie die EZB zum Eingreifen
> aufgefordert und mit dem “hineingepumpten” Geld ihre Verluste fürs
> Erste “ausgeglichen”.
>
Nein, ihre Verluste haben die Geschäftsbanken selber auszulöffeln,
wenn sie noch nicht an den Mann gebracht wurden. Normalerweise werden
die Risiken hübsch verpackt und mit Aufleber “AA, bis zu 15%p.a.”
weiter an die “Investoren” und kleinen Mann verkauft, also an jene,
bei denen das Geld etwas lockerer sitzt.
> … , können Sie
> auch keine Liquidität gehabt haben, um die Tender zurückzuzahlen.
>
Mit Banken ist im Grunde fast wie mit sonstigen Unternehmen. Wenn ein
Unternehmen Zahlungsunfähig ist, kriegt es auch keine Kredite mehr.
Für ganz große Hunde gelten allerdings auch hier besondere Regeln -
ist auch in Industrie so.
Die ganze Küche ist allerdings alles andere als durchsichtbar und
simpel.
COPOKA.

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