Wunsch Geld

Denkschienen - Glück und Geld?

href=”http://www.herold-binsack.eu/blog/?p=61″>geldlu_frisbee hat ein wesentliches Adjektiv des Grundeinkommens
> vergessen: bedingungslos!
>
> Ein Grundgedanke des bedingungslosen Grundeinkommens ist, dass es
> jedem Menschen zusteht, damit (hier einweiterer Grundgedanke) es das
> Einkommen der Menschen teilweise von der Erwerbsarbeit entkoppelt
> (Bei Götz Werner fälschlicher Weise Entkopplung [ohne nähere
> Spezifizierung] genannt). Das bedingungslose Grundeinkommen soll eine
> Höhe erreichen, die dem Menschen die Teilhabe auch am sozialen Leben
> ermöglicht. ( OT: Die Finanzierung über eine Konsumsteuer [die
> übrigens wie jetzt auch schon auf verschiedene Produkte
> unterschiedlich hoch sein kann!] würde durchaus mehr Züge von
> Gerechtigkeit aufweisen als das jetzige Steuersystem.)
Teilhabe am sozialen Leben: Dazu gehört arbeiten!
In welcher Höhe denn soll das BGE gezahlt werden?
Das BGE muß erwirtschaftet werden.
Wenn das BGE morgen eingeführt würde,
wer verfrühstückt denn bis heute die Knete fürs Grundeinkommen?
Wem wird das Geld fürs BGE denn dann weggenommen?
Oder entsteht Einkommen aus Luft?
Die Finanzierung über Konsumsteuern (Mehrwertsteuer) erhöht die
Preise; wer sein Geld nur verkonsumiert wie mit Grundeinkommen
wird am stärksten betroffen. In realer Kaufkraft bliebe dann
wohl nicht mehr übrig als Hartz-4 derzeit. Die Arbeitgeber
würden die Löhne senken. Wer hat den Vorteil und wer zahlt drauf?
Die Befürworter des BGE können alle nicht rechnen.
> Dass der “Ämternerv” zur Legitimation dieser Gesellschaft gehört ist
> entweder Zynisch oder eine übertrieben Position aus
> Marxistisch/Leninistischer Sicht.
Na, warum haben wir denn jetzt den Ämternerv bei Hartz-4?
Die sadistischen Bedürfnisse der Jobcenter-Angestellten
dürften kaum ökonomisch produktiv sein. Da hätte man doch
Hartz-4 als BGE gleich ohne Ämternerv einführen können.
Warum also Ämternerv?
> > Der Kapitalismus bietet Arbeitsplätze nur dann an,
> > wenn sich damit Mehrwert rausholen lässt.
>
> Das ist legitimes Recht eines jeden Arbeitgebers, der mit seiner
> Firma auch sein eigenes Einkommen sicherstellen möchte.
Das Einkommen des Arbeitgebers beruht auf dem Mehrwert,
den seine Arbeiter erwirtschaftet haben und den sich
der Arbeitgeber angeeignet hat.
> > Wer Grundeinkommen sagt, findet sich mit der Arbeitslosigkeit ab,
>
> Es ist de Facto so, dass in weit entwickelten Industriestaaten (wir
> leben nun mal in einem) die produktive Arbeit (das Herstellen von
> Gütern durch Menschen) als Kostenfaktor minimiert wird. Diese Arbeit
> wird so weit möglich Maschinen (Robotern) überlassen. Dadurch bleibt
> nicht genug (Erwerbs)Arbeit für alle Menschen übrig (TOLL!)
Wie wäre es mit Arbeitszeitverkürzung und Mindestlohn?
> > also damit, daß Leute von den Glücksmöglichkeiten der Arbeit
> > dauerhaft ausgeschlossen bleiben.
> > Das ist objektiv nicht links, sondern reaktionär.
> > Es ist Position von Hegel ditto Marx, daß der Mensch erst
> > durch Arbeit frei wird. Aber auch Hannah Aarendt, Vita Activa
> > sieht Arbeit (körperliche!) als (einzige!) Quelle des Glücks.
>
> Haben die den die Wahrheit gepachtet?
Zumindest erwarte ich von jemandem, der was zum BGE sagen will,
daß er sich mit wichtigen Beiträgen zur Arbeitsgesellschaft
auseinandergesetzt hat und nicht selbstgezimmerte Theorien
oder garnix anbietet. Aber im Internet kann jede Vollspacke
die Arbeit von Experten verhöhnen.
> “Arbeit” muss nicht heißen,
> dass ich dafür in Geld entlohnt werde. Arbeit (etwas tun) macht
> glücklich, wenn ich einen Sinn darin sehe und etwas für mich
> sinnvolles als Entlohnung erhalte: das kann Geld für meinen
> Lebensunterhalt sein, aber auch das Lächeln eines alten Menschen den
> ich gefüttert habe!
Vom Lächeln eines Menschen wird man nicht satt.
> > Das Grundeinkommen muß erwirtschaftet werden, und im Kapitalismus
> > bleibts wieder an der Arbeiterklasse hängen. Mindestlohn und
> > Arbeitszeitverkürzung müssen auch die Kapitalisten zahlen.
>
> Ist Dir schon mal aufgefallen, dass alle Kosten die der Kapitalist
> (auch so ein abgenutzter Begriff aus Klassenkampfzeiten) in seiner
> Firma hat, auf die Preise umgelegt werden? Einschließlich Diebstahl,
> Steuern die er zahlt, Lohnnebenkosten und Miete?
Jo, so ist das. Was man dem Kapitalisten vorne als Lohnerhöhung
abnimmt, holt er sich hintenrum über die Teuerung wieder rein.
Steht so auch schon bei Rosa Luxemburg.
Sind die Lohnkämpfe der Gewerkschaften deshalb sinnlos? Nein.
Auch zeitweilige Geländegewinne können nützlich verwendet werden,
das Ziel: die Überwindung des Kapitalismus kann näher rücken.
Bis zu den Nazis war das noch Allgemeinwissen der Arbeiter.
Aber die Gewerkschaften haben längst schon aufgehört,
das Lohnsystem insgesamt zu bekämpfen.
> Abgesehen davon wird
> bereits jetzt ein gut Teil des “Volkseinkommens” durch Roboter z.B.
> bei VW/Opel/Ford erwirtschaftet! Aber die zahlen nicht in unsere
> Rentenkasse ein (wie in manchen anderen Ländern, wo eine Firma über
> ihre Wertschöpfung für die Rente zur Kasse gebeten wird).
Roboter erwirtschaften garnix. Sie übertragen ihren Wert
in das Produkt (-> Abschreibung).
Erwirtschaften tun nur Menschen.
Die Frage bleibt: Wo soll das BGE herkommen?
> > Das Grundeinkommen wird restlos verkonsumiert werden.
>
> JEDES Einkommen wird restlos verkonsumiert, wenn nicht von dem der es
> hatte, dann von dem der es von der Bank als Darlehen bekommt, der er
> es in Form einer Geldanlage geliehen hat.
Also hier wirds albern.
Investitionen in Sachkapital sind kein Konsum.
Das selbe gilt auch für Fortbildung.
> > Ein selbstbestimmtes einkommensloses Arbeiten qua Grundeinkommen
> > auf Kosten der Arbeiterklasse ist irreale Traumtänzerei.
>
> Keiner spricht hier von selbstbestimmt! Natürlich muss ein
> gesellschaftlicher Konsens die Höhe bestimmen!
Tja, selbstbestimmt arbeiten oder Ämternerv?
Das BGE sollte doch bedingungslos sein, und jetzt war nie die
Rede davon?
Beziehst du das “selbstbestimmt” etwa auf die Höhe des BGE?
> > Leider habe ich keine Linksammlung zur Hand,
> > in der die linken Gegenpositionen gesammelt wären.
> > Die ordoliberale Position vertritt Müller, www.nachdenkseiten.de
>
> Auf dessen Seite zur Suchanfrage Grundeinkommen 0 (NULL) Ergebnisse
> kommen!
Zu blöde zum Suchen oder was? Suchanfrage “Grundeinkommen” liefert
jede Menge Treffer.
> http://www.nachdenkseiten.de/?p=2364
> http://www.nachdenkseiten.de/?p=2335
> > Ich sehe Grundeinkommen als schlimmen Gehirnfick von Leuten,
> > die ihre eigenen Halluzinationen allgemein machen wollen.
>
> Für mich ist das eine Chance für uns und alle die es wollen (in
> Brasilien bereits gesetzlich verankert; Weltweit diskutiert), unsere
> Zeit und Kraft nicht nur in Jagd nach Essen und Trinken und Wohnen zu
> investieren (huch, bin ich etwa Kapitalist?), sondern in spirituelle
> Entwicklung oder in Hilfe für alte, kranke oder behinderte Menschen
> oder in künstlerische Arbeit (von der ich dann nicht leben muss!).
> Auch Menschen, die auf der Straße leben, müssen es dann nicht mehr,
> nur weil sie einmal zu oft NEIN! gesagt haben.
>
> Apropos Marxismus: Eine Welt (Ein Land) mit bedingungslosem
> Grundeinkommen ist dem idealen Sozialismus wesentlich näher als alle
> kommunistischen Länder es jemals waren!
Teile der PDS/DIE LINKE sind auch schon drauf reingefallen.
> Mit besten Wünschen für ein bisschen mehr Weitblick und Flexibilität
> im Kopf
Wünsch’ ich dir auch.

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