Wunsch Geld

Re: Keine Panik auf der Titanic! - Wissen ist Geld

geldrst einmal herzlichen Dank für den guten Artikel.
dito.
> Nichtsdestrotz sehe ich mich veranlaßt ein wenig Kritik zu üben.
>
> Meine Kritik richtet sich gegen die düsteren Zukunftsaussichen, die
> in diesem Artikel gezeichnet werden.
>
> Ob Kopierschutzmechanismen/restriktive Lizenzmodelle etc. langfristig
> Bestand haben werden, liegt nämlich hauptsächlich an der Akzeptanz
> des Verbrauchers. Ebenso wie der Marktpreis das Ergebnis der
> Zusammenspiels von Angebot UND Nachfrage ist, so ist auch die
> Implementierung o.g. Mechanismen das Ergebnis von Angebot UND
> Nachfrage.
Prinzipiell richtig.
> Solange Verbraucher diese akzeptieren, werden sie sich auch
> etablieren. Es liegt also am Verbraucher diese abzuschmettern. Wenn
> alle Informationsgüter nach Einführung besagter Technologien
> weiterhin wie bisher gekauft werden, dann wird die Content-Industrie
> davon ausgehen, daß diese Mechanismen vom Verbraucher akzeptiert
> werden (wie jüngst am Bsp. der Musik-Industrie öffentlich geschehen).
> Es gibt eben neben der Entscheidung Produkt X oder Produkt Y zu
> kaufen auch noch die Option des Nichtkonsums. Würde ein Großteil der
> Verbraucher alle Informationsgüter die mit diesen restriktiven
> Mechanismen ausgestattet sind konsequent meiden, dann würde die
> Content-Industrie mittelfristig einsehen, daß es gewinnbringender ist
> ein gewissen Grad an ‘fair use’ und die damit verbundenen negativen
> Begleiterscheinungen zu akzeptieren, als überhaupt nichts mehr zu
> verkaufen. Die Abstimmung über mehr oder weniger Kopierschutz findet
> nicht in den Konzernzentralen oder in den Rechtsausschüssen statt,
>
sondern auf dem Markt. Abstimmung per Geldbeutel.
Das setzt aber voraus, das es Produkte gibt die diese
Schutzmechanismen nicht implementieren, bzw. ignorieren. Dies
geschieht zwar bei DVD-Geräten zum Teil, aber es sind Tendenzen zu
erkennen das die Zahl solcher Produkte abnimmt.
Zum anderen ist zu bemerken, das sogenannte `Markenprodukte

Keine Panik auf der Titanic! - Wissen ist Geld

Erst einmal herzlichen Dank für den guten Artikel.
Nichtsdestrotz sehe ich mich veranlaßt ein wenig Kritik zu üben.
Meine Kritik richtet sich gegen die düsteren Zukunftsaussichen, die
in diesem Artikel gezeichnet werden.
Ob Kopierschutzmechanismen/restriktive Lizenzmodelle etc. langfristig
Bestand haben werden, liegt nämlich hauptsächlich an der Akzeptanz
des Verbrauchers. Ebenso wie der Marktpreis das Ergebnis der
Zusammenspiels von Angebot UND Nachfrage ist, so ist auch die
Implementierung o.g. Mechanismen das Ergebnis von Angebot UND
Nachfrage.
Solange Verbraucher diese akzeptieren, werden sie sich auch
etablieren. Es liegt also am Verbraucher diese abzuschmettern. Wenn
alle Informationsgüter nach Einführung besagter Technologien
weiterhin wie bisher gekauft werden, dann wird die Content-Industrie
davon ausgehen, daß diese Mechanismen vom Verbraucher akzeptiert
werden (wie jüngst am Bsp. der Musik-Industrie öffentlich geschehen).
Es gibt eben neben der Entscheidung Produkt X oder Produkt Y zu
kaufen auch noch die Option des Nichtkonsums. Würde ein Großteil der
Verbraucher alle Informationsgüter die mit diesen restriktiven
Mechanismen ausgestattet sind konsequent meiden, dann würde die
Content-Industrie mittelfristig einsehen, daß es gewinnbringender ist
ein gewissen Grad an ‘fair use’ und die damit verbundenen negativen
Begleiterscheinungen zu akzeptieren, als überhaupt nichts mehr zu
verkaufen. Die Abstimmung über mehr oder weniger Kopierschutz findet
nicht in den Konzernzentralen oder in den Rechtsausschüssen statt,
sondern auf dem Markt. Abstimmung per Geldbeutel.
Das dies (trotz des angesprochenen Koalitionsproblems) kein
theoretisches Konstrukt ist, zeigt die Praxis. Nachdem mehrere
Großkonzerne damit gedroht haben Windows XP im Falle einer
Zwangsregistrierung nicht zu verwenden, gab MS nach und bracht eine
nicht registrierungspflichtige Version von XP für Unternehmen heraus.
Ebenso zeigt der bis heute nur marignale Absatz von DAT-Rekordern
(die ja mit Kopierschutz ausgestattet sein müssen), daß dem
Verbraucher eben nicht an solchen Techniken gelegen ist, da diese den
Wert der Informationsgüter einschränken.
Die Konsequenz (um die angesprochene düstere Zukunft uz verhindern)
kann m.E. nur lauten:
1. So viele Verbraucher wie möglich über die möglichen Folgen
aufklären (wie in diesem Artikel geschehen)

RE: Geld! - Kapitalismus ist Krieg

> Geld hat seinen Ursprung in der allgemeinen Ware Gold. Es verdankt
> seinen Stellenwert der Umstellung der Zirkulation vom Muster
> Ware>Geld>Ware zum Muster Geld>Ware>(mehr)Geld. Diese Umstellung ist
> nicht(!) bewusst geschehen, aber all gegenwärtig. Die existentielle
> Bedeutung von zumindest ausreichendem Geldbesitz zu leugnen, zeigt
> einen bedenklich hohen Grad an Lebensunfähigkeit “innerhalb” dieser
> geldbestimmten Welt an.
Geld hat seinen Ursprung nicht im Gold sondern im Tauschhandel. Waren
und Dienstleistungen wurden mit einem Wert belegt um Dinge besser zu
tauschen. Als Geld oderWährung wurden viele Dinge verwendet, darunter
Muscheln, Tuch, Bronze oder auch Holz. Alles stand für einen
bestimmten Wert. Mit Geld öder Wahrung kann man besser tauschen als
mit Gütern(z.B. Weis jemand wieviel Getreide ein Auto bei einem
Autohändler kostet). Die Umstellung vom Tausch- zum Warenhandel ist
sehr bewust geschehen aufgrund der besseren Tauschbarkeit des Geldes.
> Die existentielle
> Bedeutung von zumindest ausreichendem Geldbesitz zu leugnen, zeigt
> einen bedenklich hohen Grad an Lebensunfähigkeit “innerhalb” dieser
> geldbestimmten Welt an.
Eben. Geld oder Kapital ist zum Leben nicht notwendig (sonst hätte es
unsere Vorfahren nicht gegeben undman denke nur an die Natur), nur in
dieser Zivilisation in der wir Leben ist Geld lebensnotwendig, wenn
auch nicht für alle( es gibt sehr wenige Ausnahmen).
Für die Zukunft unserer Welt, back to the roots

Wesentliches … - Glück und Geld?

geld“Ziele”? - Die Höhe des Grundeinkommens ist letzlich die alles
> > entscheidende Größe.
>
> Eindimensionale lineare Sichtweisen führen nur bei trivialen
> Problemen zu einer befriedigenden Lösung.
Das hat nichts mit *Sichtweisen” zu tun, sondern mit der
Konszentration aufs wesentliche. Und das ist z.B. die
Finanzierungsmöglichkeit, die ja nun direkt von der Höhe abhängt.
> Na so einfach mache ich es
> dir nicht.
>
> Einige Fragen sind:
Das sind nun meistens Fragen, die für das Grundeinkommen eigentlich
längst beantwortet sind:
> Soll es eine Bedürftigkeitsprüfung geben, wie bei Harz.
Wo wäre denn dann eigentlich der grundsätzliche Unterschied zu
heutigen Sozialleistungen?
> Oder soll es
> ein bedingungsloses Grundeinkommen sein. Also die Entkopplung von
> Arbeit bzw, Wille zur Arbeit und der Auszahlung eines Grundeinkommen.
Dies ist das Grundeinkommen, um daß es geht. Erklärt sich eigentlich
fast schon aus dem Namen selbst.
> Wie sollen die Anreizmechanismen für gemeinnützige Arbeit,
> persönliche Weiterentwicklung/weiterbildung oder Arbeit aussehen?
Dies wäre eine Frage höchstens zusätzlich/unabhängig vom/zum
Grundeinkommen.
> Sollen davon alle Sozialabgaben bezahlt werden? Thema Krankenkasse,
> Pflegeversicherung, etc.
Wovon sollen denn diese Sozialabgaben denn sonst bezahlt werden, wenn
der Betreffende kein anderes Einkommen hat? Entweder ist es im
Grundeinkommen drin, oder der Staat muss es halt so extra bezahlen.
Einfach nicht relevant.
> Sollen Leistungen wie Bafög, Kindergeld, etc. auch darüber
> abgewickelt werden?
Wenn nicht, ginge auch noch der bürokratieabbauende Effekt verloren

> Soll es ein abgestuftes Grundeinkommen geben. Also quasi eine
> negative Einkommensteuer mit eingerechneten Werbungskosten, für
> berufs- oder sonst wie tätige Menschen?
Was könnte dir der Name GRUNDeinkommen dazu sagen?
> Und welche Tätigkeiten sollen mittels Werbungskostenpauschale
> zusätzlich begünstigt werden? Ehrenamt. lokale Politik, Ausbildung,
> private Pflegeleistungen etc.
Auch nur ein unabhängiges “Add-on” zum Grundeinkommen.
[…]
> Und das ist bei weitem nicht alles. Es geht um die Frage, was will
> man damit wirklich erreichen, und wie müsste eine halbwegs gerechte
> Grundabsicherung der Bürgern aussehen.
> Und wenn diese Punkte geklärt sind, kann man sich an die Entwicklung
> eines Models machen, um eine Abschätzung der Auswirkungen und der
> Finanzierung durchzuführen.
Diese Vorgehensweise ist Unsinn. Es hat überhaupt keine Sinn, hehre
Ziele zu definieren, die von vorne herein nicht finanzierbar sind.
Das ist Politik nach Art des Weihnachts-Wunschzettels.
> Und dann kann man auch über die Höhe des
> Grundeinkommen und über mögliche Gegenfinanzierungen reden.
Nochmal: Die Höhe des Grundeinkommens ist sowohl für seine Funktion,
als auch für die Gegenfinanzierung der entscheidende Punkt.
> > […]
> >
> > > 4.) Es ist nicht zu erwarten, das die Menschen, die von der
> > > Gesellschaft ausgegrenzt werden, sich wehren werden.
> >
> > Und wieder dieser idiotische Ansatz, daß alle “Armen” passive,
> > unschuldige Opfer wären, die von der aktiven Gesellschaft
> > “ausgegrenzt werden. So einfach ist das nicht.
>
> Nein so einfach ist das nicht, aber leider ist die Gruppe der
> unverschuldet verarmten deutlich größer, als die der so gerne
> angeführten “Sozialschmarotzer”.
Und hier haben wir die nächste Mär: Das es entweder nur
“Sozialschmarotzer” gibt, oder eben “unverschuldet Verarmte”.
Dazwischen gibt es noch ein ganzes Spektrum derjenigen, die einen
mehr oder wenigen großen Teil der Verantwortung für ihr Schicksal
selbst tragen.
> Aber auch die haben ein Recht zu leben. Sollen wir diese Menschen
> verhungern lassen?
Nein. Und von Hartz4 kann man (schlecht) leben.
> Oder wie es einer Freundin ergangen ist. Sie
> konnte nicht arbeiten, und die Ärzte konnten nichts feststellen. 10
> Jahren nach den ersten Symptomen war dann klar, es ist MS. Willst Du
> diese Menschen ausgrenzen, nur weil irgend jemand eine Fehldiagnose
> gestellt hat? Aber von der Frau geht auch keine Gefahr aus, weil sie
> einfach nicht mehr die Kraft hat sich zu wehren.
Solche Problem löst du aber weder mit mehr Hartz4 oder einem
Grundeinkommen.
Gruss,
TecDoc

Re: Keine Panik auf der Titanic! - Wissen ist Geld

geldie Konsequenz (um die angesprochene düstere Zukunft uz verhindern)
> kann m.E. nur lauten:
>
> 1. So viele Verbraucher wie möglich über die möglichen Folgen
> aufklären (wie in diesem Artikel geschehen)
>
>

Geld usw. - Powered by Oma und Ehrenamt

> mir ist getrolle aber schon für gaaaanz andere beiträge in die schuhe
> geschoben worden.
*lol* Na das glaub ich aufs Wort. Bei heise.de wird so mancher
vertrollt, der eigentlich nur eine andere Meinung hat. (Dafür werden
die richtigen Trolle mit — und Kommentaren bedacht und freuen sich
wie verrückt drüber. Das ist wohl eine Art Naturgesetz. :-))
> bekommt er bei der ich-ag nicht.
Er bekommt Geld, und das über einen Zeitraum von 3 Jahren. Das ist
schonmal nicht übel.(Und das war mit unterstützen auch gemeint.)
> wenn arbeitsplatz heißt, das ein “kunde” den arbeitsplatz bezahlt,
> dann stimme ich dir nicht zu. so. o.: “sinnvolle” sachen sind nicht
> unbedingt die, für die ein kunde bereit oder in der lage ist, zu
> bezahlen. siehe unentgeltliche nachbarschaftshilfe.
Ein unendliches Thema. Klar bezahlen “wir” mit unseren Steuern auch
den Kumpel unter Tage. Oder den Polizisten, BGSler usw.
Der Kunde bezahlt eigentlich alles. Die Verteilung ist mir aber
wichtig. Ich halte es für klüger den Ich-AGler zu subventionieren,
als den Arbeitslosen zu bezahlen. Auch das ist wieder ein
kompliziertes Thema. Arbeitslosengeld ist ja eine
Versicherungsleistung, Arbeitslosenhilfe dagegen nicht.
> ich-ags oder wie auch immer man sie nennen mag und wird, können nur
> dann unter marktwirtschaftlichen gegebenheiten existieren, wenn
> jemand für die angebotenen dienstleistungen bezahlt. dazu fehlt m. e.
> in D sowohl das geld als auch der wille (der kunden). wo sollen denn
> die leute das geld für die ganzen sich selbst ausbeutenden ich-agler
> hernehmen? die reichen haben eh bisher die putze schwarz bezahlt. das
> ganze spiel ist also, wenn ich mich nicht sehr irre, bestenfalls eine
> umlenkung der mittel. “legalisierte schwarzarbeit” nennt man das
> wohl.
Das glaube ich nicht. Ich-AG bedeutet ja nicht nur Klein(st)-Betriebe
in der Dienstleistungsbranche. Du kannst auch als Sub-Unternehmer für
deinen Chef arbeiten oder (nach den neuen Regelungen) auch einen
2-Mann-Betrieb gründen. Völlig egal ob Produktion oder
Dienstleistung. Ideen sind gefragt und Kundschaft gibt es genug.
> hier bitte ich um nähere info, da ich deine aussage nicht verstehe.
Du kannst als Ich-AGler nach (z.B.) 2 Jahren problemlos in die
staatlichen Sozialversicherungssysteme zurückkehren. Du musst also im
Negativfall deine Firma abwickeln, bekommst danach aber erneut
Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe. Als “normaler”
Selbstständiger darfst du dich auf dem Sozialamt melden und kommst
(wenn ich noch richtig informiert bin) auch nicht mehr in die
gesetzlichen Krankenkassen.
Außerdem ist die Dauer der Unterstützung für Ich-AGler höher.
Früher waren es 6 Monate Übergangsgeld für normale Selbstständige.
Heute bekommst du 3 Jahre lang Unterstützung und kannst problemlos
dein Geschäft aufgeben und musst eben nicht zum Sozialamt.
Du kannst die Unterstützung für die Ich-AG auch mehrfach bekommen.
Das heißt, wenn es einmal schief gegangen ist, dann bist du nicht
gleich “unten durch”.
> Und das irgendwelche verschwurbelten Banken oder IHKs nicht
> > zwangsläufig die Finger im Spiel haben.
>
> ohne bank in der regel kein startkapital. daß die banken die ich-ags
> wohl kaum als ihre neue kreditzielgruppe sehen, war jedoch auch schon
> vorher klar.
Das Problem ist, das du bei der alten Regelung ein Konzept vorlegen
musstest, was irgendwer (Bank, IHK usw.) für gut befunden hat. Das
ist heute nicht mehr so.
Ein weiteres Problem sind die Fördermittel. Die kannst du als
“normaler” Selbstständiger nur beantragen, wenn du auch einen Kredit
bei der (Haus-)Bank aufnimmst. Den bekommst du natürlich nur mit dem
richtigen Konzept und mit Kreditantrag.
Da wird imho die Bewertung einer Geschäftsidee auf die Banken
abgewälzt. Und wenn die Bank dagegen ist, dann bekommst du auch keine
Förderung.
Das bedeutet also, du bekommst nur Förderung wenn du 1. ein (aus
Sicht der Bank) gutes Konzept hast, 2. genug Eigenkapital für einen
Kredit hast und 3. du bereit bist, Schulden aufzunehmen.
Was für ein Blödsinn!
> abschaffung der bürokratie = anarchismus. wirds wohl nie geben.
Nein, so hatte ich es nicht gemeint. (meine Schuld)
Abschaffung ist nicht mein Ziel. Aber Einschränkung und Abbau von
Bürokratie.
Besonders bei solchen Dingen wie Förderung von Selbstständigkeit.
Nicht nur da gibt es viele Sparmöglichkeiten.
Aber erklär mal einer Regierung, daß sie 100.000 Leute einsparen
könnte.
Gruß
FunkyTurtle

Sozial … - Glück und Geld?

> > > Und wieder dieser idiotische Ansatz, daß alle Armut selbst
> > > verschuldet sei,
> >
> > Wo denn? Ich jedenfalls habe diesen Ansatz nie vertreten.
>
> Du redest nur ständig von “auf Kosten der Gesellschaft”
soziale Hilfen gehen IMMER “auf Kosten der Gesellschaft”. Das wirst
du nicht wegdiskutieren können.
> und “hat ganz
> am Anfang selber etwas falsch gemacht” und so.
Wenn ich derartiges sage, dann nur als Reaktion auf den hier oft
schon in der Sprache vorhandenen Ansatz, daß an Armut “daß System”,
“die Gesellschaft” oder sonstwer für Armut verantworlich ist, nur die
Armen selbst nicht.
Meine Aussagen zur Verantwortlichkeit für Armut sind daher kein
“Ansatz”, sondern nur Reaktionen auf den hier allgegenwärtigen
gegeteiligen Ansatz.
> Übrigens ist es der
> zentrale Kern von *Gesellschaft*, daß man die Schwachen trägt.
Nein, das ist der Inhalt von “sozial”; “Gesellschaft” alleine
beinhaltet diesen Gedanken noch nicht; es gab viele historische und
archaische Gesellschaften, die schon aus wirtschaftlichen
Überlebensgründen Schwache weniger oder gar nicht trugen.
> Sobald *dieser* Grundsatz wegfällt, ist die Gesellschaft keine mehr.
Um diesen Grundsatz selbst geht es überhaupt nicht, du willst hier
bloß die Diskussion in ne moralische Grundsatzecke bringen, - die
Fragen sind doch ganz andere: Wie weit, in welchem Maße soll die
Gesellschaft Schwache mittragen, wieviel soll sie dafür aufwenden?
Und wie soll die Gesellschaft mit Schwachen umgehen, die mindestens
teilweise für ihre Schwäche mitverantwortlich sind?
Darum geht es, und da sind Allgemeinplätze wie deiner sinnleer.
Gruss,
TecDoc

Re - Glück und Geld?

> Wenn es tatsächlich so sein sollte, scheint es ein schlechter Chef zu
> sein. Ich würde ihn wechseln, d.h. mir eine neuen Job suchen. So ein
> Laden hätte eh keine großen Überlebenschancen … .
Naja, das habe ich auch mal gedacht, Aber den Laden gibt es immer
noch. Klar musste man dort ein paar Federn lassen, aber im Prinzip
funktionieren diese Unternehmen halbwegs. Vieles wird einfach von den
Mitarbeitern durch Mehrarbeit, Ignorieren von Anweisungen, einrichten
des kleinen Dienstwegs, etc. geregelt.
Fazit. Es ist genügend Potenzial auf dem Markt. Derartige Firmen,
können existieren. Also liegt doch der Schluß nahe, das es in anderen
Firmen auch nicht besser aussieht. Umgekehrt sollte es relativ leicht
sein, sich gegen derartieg Firmen am Markt durchzusetzten. Und das
stimmt auch. Wenn ich sehe wieviele ehemalige Kollegen mittlerweile
seit Jahren erfolgreich selbständig sind. :-) Das ist aber das übliche Problem von Hierachien. An der Spitze ist
man sehr einsam. Und wenn man sich auf die Kofferträger verlassen
muss, die einem nur nach dem Mund reden, weiß man nicht mehr was im
Unternehmen wirklich passiert. Ok, man sieht die Umsatzzahlen und das
Betriebsergebnis. Aber an sonsten lebt man in einer Scheinwelt.

Re: - Glück und Geld?

geld > > > Die “Ärmsten” sollen zunächst mal sehen, daß sie ihre Lebenssituation
> > > > > selbst verbessern.
> > > > Oh ja. Das ist in etwa so, als würdest du einen zum Tode verurteilten
> > > > vorschlagen, dass er doch einfach aus dem Gefägnis ausbrechen soll.
> > > Um deinen Vergleich nur etwas weiter zu führen: Wenn der Betreffende
> > > in der Todeszelle sitzt, dann hat er vorher sehr wahrscheinlich
> > > ziemlich Scheisse gebaut. Und ist von daher für seine Lage
> > > mitverantwortlich.
> > Inwiefern hast du ‘Scheisse gebaut’, wenn du in eine sogenannte
> > ’sozial schwache Familie’ geboren wirst, noch dazu in einem ‘duenn
> > besiedeltem Wirtschaftsgebiet’?
> Diese Argumentation ist so alt wie falsch. Auch die überwiegende
> Mehrzahl der Menschen aus “sozial schwachen Familien” in “duenn
> besiedeltem Wirtschaftsgebieten” wird NICHT kriminell.
Der ‘Knast’ im Beispiel war ja auch nur eine Metapher fuer die
Zwangslage, in der sich ein Hartz4-Empfaenger wiederfindet…
> Und auch in
> den “übelsten” Vierteln ist die Mehrheit der Menschen NICHT
> arbeitslos.
Wenn du die aktuelle Debatte um die Probleme unseres Bildungssystems
verfolgt haettest, wuesstest du, dass eben jeniges als ‘hochselektiv’
(im Vergleich mit den anderen europaeischen Laendern) eingestuft
wurde. Das heisst, dass in erster Linie die Herkunft darueber
entscheidet, welchen Weg ein Schueler von der Grundschule aus weiter
einschlaegt - nicht seine tatsaechlichen Faehigkeiten. Aufs Gymnasium
gehen ueberproportional viele Nachkommen von ‘gut situierten’
Familien oder z.B. auch Beamten - egal ob die Kinder ueberhaupt das
geistige Ruestzeug dafuer haben (im Zweifel gibts dann privat
finanzierten Nachhilfeunterricht). Bei den Kindern eben aus ’sozial
schwachen Familien’ kann man einen analogen Trend in der
entgegengesetzten Richtung nachvollziehen: Diese werden von Beginn an
ausgegrenzt, demotiviert und landen dann oft auf der Hauptschule,
obwohl sie durchaus fit fuer die Realschule oder gar fuers Gymnasium
waeren. Sie haben dann nur noch die Chance eines hoeheren Abschlusses
auf dem ‘zweiten Bildungsweg’ - d.h. wenn sie sich ihre Motivation
durch die Hauptschule nicht gaenzlich zunichte machen lassen, was gar
nicht so leicht ist.
> Es gibt lediglich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dazu.
Eine _ueberproportional_ erhoehte Wahrscheinlichkeit, waerend das in
anderen europaeischen Staaten (die auch ne bessere Pisa-Quote
aufweisen) durchweg gleich verteilt ist!
> Von daher ist
> dieser Zusammenhang nie zwangsläufig oder gar kausal - rein
> statistische Zusammenhänge (und mehr ist das nicht) entbinden nicht
> von persönlicher Verantwortung, relativieren sie bestenfalls.
Du meinst, nur weil es Ausnahmen gibt (die die Regel bekanntlich
bestaetigen), haette jeder die Moeglichkeit dazu, sich zur Ausnahme
zu erklaeren und den Regel-Kaefig zu verlassen? Schoen waers…!
> > Deine vorraussichtliche Perspektive
> > heisst ‘Hauptschule’, dein daraus folgendes Schicksal ‘Hartz 4′. Du
> > hast - wenn ueberhaupt - nur eine /theoretische/ Chance!
> Es liessen sich genug Gegenbeispiele finden - also Menschen aus
> diesen Schichten, die es trotzdem geschafft haben.
Wie gesagt, Ausnahmen bestaetigen die Regel. Aber mehr auch nicht.
> Und wieso sollten
> diese Chancen nur “theoretisch” sein? - Was nicht dagegen spricht,
> daß man diesen menschen beim Nutzen ihre durchaus vorhandenen Chancen
> helfen sollte.
Ja siehe oben - wenn du als Kind spuerst, dass du im Abseits stehst,
weil deine Eltern nichts haben und darum auch nichts sind… dann
schlaegt sich das durchaus auf deinen Gemuetszustand wieder, auf
deine Lust, dich an diesem unfairen /Scheissspiel/ zu beteiligen. Die
Lehrer tun oft das ihrige dazu, dich auf deine ‘Karriere’ in der
Hauptschule vorzubereiten (ans Gymnasium braucht so jemand wie du gar
nicht zu denken) etc pp. Menschen - vor allem Kinder - sind nunmal
keine gefuehllosen Automaten. Vieles haengt von dem Feedback ab,
welches sie von den Autoritaetspersonen und ihrem Umfeld erhalten.
Nicht jeder ist zum egomanischen Einzelgaenger geboren, dem
schlichtweg egal ist, was andere von ihm denken, zu ihm sagen (auch
laut in der Gruppe) oder wie er behandelt wird, der einfach nur stur
geradeaus seinen Weg geht… Die meissten kapitulieren irgendwann vor
dem Gruppendruck und fuegen sich in ihr vermeintliches, von
gesellschaftlichen Normen und Erwartungen vorgezeichnetes Schicksal.
> > Um im Bild zu bleiben: Den Grund, warum du in der Todeszelle sitzt,
> > nennt man ‘Sippenhaft’.
> Man kann sich von seiner “Sippe” lossagen - allerdings brauchts dafür
> tatsächlich Mut und Tatkraft.
Das kannst du erst ab einem gewissen Alter und da sind /diese/
Weichen schon lange gestellt. Aber soll es das denn sein? Seine
Herkunft verleugnen, sich eine Maske aufsetzen und einen verbissenen
Egotrip fahren, bloss um die gesellschaftliche Anerkennung zu
‘erzwingen’, die einem sonst vorenthalten, anderen jedoch einfach
nachgeworfen wird? Ich finde das hoechst fragwuerdig weil ungerecht.
by,
DVC

ACK - Glück und Geld?

geld.. die Preise würden sich umgehend daran anpassen - es wäre das neue
> Sozialhilfeniveau.
>
> Zugegeben eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen restriktiven
> Kontrollsystem, aber bei weitem nicht das allheilmittel, als das es
> gerne dargestellt wird.
Es ist mit Sicherheit kein Allheilmittel. Wir müssen immer noch
arbeiten und die Konzerne würden weiter ihre exobitante Gewinne
einfahren. Und wie die Preise sich in diesem Fall entwickeln werden,
kann man noch nicht abschätzen. Aber für den Einzelnen wäre es eine
ziemliche Entlastung.
Ausserdem könnte man damit den ganzen bürokratischen Rattenschwanz
wie Hartz, BaFög, Kindergeld, etc. kappen. Das Problem ist, das es
verschiedenste Modelle gibt, ohne das die Ziele eines Grundeinkommens
festgelegt sind. Und ob das dann wirklich nur zu einer Anhebung des
Sozialhilfeniveaus führt, hängt ganz konkret von den Zielen bzw. von
dem Model ab. Ich befürchte ausserdem, das die jetzt diskutierten
Modelle nur die persönliche Situation bzw. des Umfelds ihrer
Verfasser wiederspiegeln.
Es sind also noch viele Fragen offen. Und ohne das ein Konsens über
die zu erreichenden Ziele gefunden wurde, ist die Diskussion über
Modelle nur Selbstzewck.